Mannschaftswettbewerbe

Schwimmen ist den Meisten nur als Einzelsportart bekannt. Dennoch gibt es auch einige wichtige Mannschaftswettkämpfe, an denen wir regelmäßig teilnehmen, da sie das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Schwimmerinnen und Schwimmer sehr stark fördern und Wettkämpfe im Team einfach eine tolle Sache sind.

Für die Eltern macht das Mitfiebern mit unseren Mannschaften viel mehr Spaß, wenn sie die Regeln und Unterschiede der verschiedenen Mannschaftswettkämpfe kennen und wissen, worauf es ankommt. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Informationen zu Mannschaftswettkämpfen zusammengestellt:

 

OMP – Oberbayerischer Mannschaftspokal

Der Oberbayrische Mannschaftspokal (OMP) wurde 1985 ins Leben gerufen um auch kleineren Vereinen, die keine DMS-Mannschaft zusammenbekommen, einen attraktiven Mannschaftswettkampf zu bieten, der allen Beteiligten großen Spaß bereitet und vor allem auch nicht zu lange dauert.

In vier Klassen (Damen, Herren, Jugend weiblich, Jugend männlich) mit jeweils zwei Ligen werden zwei Durchgänge pro Jahr geschwommen (Frühjahr und Herbst). Eine Mannschaft muss aus mindestens vier, besser jedoch sechs Schwimmerinnen oder Schwimmer bestehen.

Disziplinen
  • 50 m und 100 m Freistil
  • 50 m und 100 m Brust
  • 50 m und 100 m Rücken
  • 50 m und 100 m Schmetterling
  • 4 x 50 m Lagen-Staffel
  • 6 x 50 m Freistil-Staffel

Jede Disziplin muss je Durchgang (Frühjahr und Herbst) einmal geschwommen werden, dabei darf jedes Mannschaftsmitglied höchstens dreimal starten.

Wertung

Alle Zeiten aus dem Frühjahrs- und dem Herbstdurchlauf werden aufaddiert. Diese Gesamtzeit bestimmt schließlich die Platzierung und entscheidet sowohl über Pokalgewinn, als auch über Auf- oder Abstieg der Mannschaft.

Der Bezirk Oberbayern stellt jedes Jahr für die drei Erstplatzierten der Gesamtwertung jeder Liga schöne Pokale zur Verfügung, sowie Urkunden für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer.

» Informationen des Bayrischen Schwimmverbandes (BSV) zu den OMP

1. Liga – 2. Liga? Auf- und Abstiegsregelungen des OMP

Die zwei besten Mannschaften der 2. Liga steigen jedes Jahr in die 1. Liga auf, die zwei langsamsten Mannschaften der 1. Liga steigen in die 2. Liga ab. Zudem werden die Zeiten vom Drittschnellsten der 2. Liga und des Drittlangsamsten der 1. Liga verglichen. Die schnellere der beiden Mannschaften darf das Jahr darauf ebenfalls in der 1. Liga schwimmen.

Mannschaften, die erstmals teilnehmen, starten immer in der 2. Liga.


DMS-J – Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend

Die DMS-J ist im Gegensatz zum Oberbayrischen Mannschaftspokal (OMP) ein bundesweiter Mannschaftswettkampf für jugendliche Schwimmerinnen und Schwimmer. Er wird in der Jugend A (16/17 Jahre) bis Jugend D (10/11 Jahre) ausgetragen und als Staffelwettkampf geschwommen. Bis zur Landesliga gibt es zusätzlich die Klasse Jugend E (8/9 Jahre). Eine Mannschaft besteht dabei aus mindestens vier männlichen oder weiblichen Schwimmern (bei der E-Jugend männlich und weiblich gemischt), die jeweils zwei Jahrgänge vertreten.

Disziplinen
  • 4 × 100 m Freistil (in der Jugend E: 4 × 50 m)
  • 4 × 100 m Brust (in der Jugend E: 4 × 50 m)
  • 4 × 100 m Rücken (in der Jugend E: 4 × 50 m)
  • 4 × 100 m Schmetterling (in der Jugend D: 4 × 50 m, in der Jugend E: 4 × 25 m)
  • 4 × 100 m Lagen (in der Jugend E: 4 × 50 m)
Wertung

Die Zeiten aller Disziplinen werden zusammenaddiert, hieraus ergeben sich die Platzierungen. Durch den DSV werden Medaillen und Urkunden vergeben.

Ligen und Wettkampfablauf
  • Bezirksliga (für uns Oberbayern), die Vereine dürfen so viele Mannschaften stellen wie sie möchten.
  • Landesliga (für uns Bayern), es starten die 8 schnellsten Mannschaften pro Jugend (beispielsweise C Jugend männlich)
  • Bundesfinale, es starten die 12 schnellsten Mannschaften in den Altersklassen der Jugend C und D und die 6 Mannschaften der Jugend A und B aus den Landesverbands-Endkämpfen.
    Für die E-Jugend gibt es einen Bundesvergleich der Mannschaften, der auf Grund der erreichten Zeiten in den Landesligen durchgeführt wird.

Die Wettkämpfe werden wegen der großen Anzahl an Starts meist über ein Wochenende ausgetragen und finden in Vor- und Endkämpfen nach Regionen und Bundesländern statt.
Bestenfalls kann eine Mannschaft drei Mal im Jahr antreten: in der Bezirksliga, in der Landesliga und schließlich beim Bundesfinale. (Jugend E nur in der Bezirks- und der Landesliga)

Wird eine Staffel in einer Disziplin auf Grund eines Regelverstoßes disqualifiziert oder gibt auf, so kann sie diese Strecke zum Ende des Wettkampfabschnittes wiederholen. Erfolgt eine weitere Disqualifikation, scheidet die Mannschaft aus.

 


DMS – Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Schwimmen

Die DMS ist der wichtigste Mannschaftswettkampf im Schwimmsport. Das Alter der Schwimmerinnen und Schwimmer wird hier im Gegensatz zur DMS-J nicht berücksichtigt.

Disziplinen

Es werden alle olympischen Strecken geschwommen:

  • 200 m und 400 m Lagen
  • 100 m und 200 m Rücken
  • 100 m und 200 m Brust
  • 100 m  und 200 m Schmetterling
  • 50m, 100 m, 200 m und 400 m Freistil
  • 800 m Freistil (Damen)
  • 1500 m Freistil (Herren)
Wertung

Für jede erreichte Zeit gibt es eine Punktzahl, die anhand der DSV-Punktetabelle berechnet wird. Dabei definieren 1000 Punkte den aktuellen Weltrekord. Die in den einzelnen Disziplinen erreichten Punkte werden zusammenaddiert und bestimmen die Gesamtwertung. Die Mannschaften bei den Frauen und Männern, die am Ende des dritten Abschnittes der 1. Bundesliga die höchste Punktzahl aufweisen, erhalten den Titel „Deutscher Mannschaftsmeister".

Ligen und Wettkampfablauf
  • Bezirksliga (für uns Oberbayern)
  • Landesliga (für uns Bayern)
  • 2. Bundesliga (für uns Süd, mit 12 Mannschaften)
  • 1. Bundesliga, 12 Mannschaften bundesweit

Das komplette Wettkampfprogramm muss von den teilnehmenden Mannschaften an einem Tag zwei Mal geschwommen werden, dabei darf eine Schwimmerin oder ein Schwimmer nur in 4 Wettkämpfen starten.

In der 1. Bundesliga muss das Wettkampfprogramm sogar 3 mal geschwommen werden, wobei die Schwimmer höchstens 5 mal eingesetzt werden dürfen. Die Wettkämpfe der 1. Bundesliga gehen daher über zwei aufeinanderfolgende Tage.

Die DMS verlangt vom Trainer großes Geschick in der Planung der Einsätze, damit keine Punktverluste durch überbeanspruchte Schwimmer entstehen und die Mannschaft als Ganzes optimal punktet.

1. Bundesliga – 2. Bundesliga? Auf- und Abstiegsregelungen

Die zwei letztplatzierten Mannschaften der 1. Bundesliga (Plätze 11 und 12) steigen in die 2. Bundesliga ab und nehmen dort die ersten Plätze ein. Die beiden punktbesten Mannschaften der 2. Bundesligen Nord, Süd bzw. West (übergreifende Wertung) steigen in die 1. Bundesliga auf die Plätze 11 und 12 auf.

Für die anderen Ligen gelten diese Regelungen analog, d.h., die beiden letzten Mannschaften einer Liga steigen ab und die zwei übergreifend besten Mannschaften der darunter liegenden Ligen steigen auf.
Im Gegensatz zur DMS-J kann man innerhalb eines Jahres nicht in der Bezirksliga und in der 1. Bundesliga starten. Eine Mannschaft der DMS, die bei der Bezirksliga anfängt, braucht im besten Fall vier Jahre, um in der 1. Bundesliga schwimmen zu können, da die DMS-Wettkämpfe aller Ligen nur einmal jährlich stattfinden.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. Dezember 2014 19:00

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