1. Herrenmannschaft träumt (kurz) vom Aufstieg in 1. Bundesliga - Damen steigen ab trotz famosem Kampf

1. Damen- und 1. Herrenmannschaft bei der DMS 02/2016Am Wochenende 06. und 07.02.2016 fanden bundesweit die diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen statt. Während die 1. Damenmannschaft des TSV in der 1. Bundesliga in Essen an den Start ging, startete die 1. Herrenmannschaft am 06.02.2016 in der 2. Bundesliga Süd in Bamberg. Am Ende reichte es für die Männer zu einem 4. Platz im Süden und zu Platz 9 von 36 teilnehmenden Mannschaften in ganz Deutschland.

Mit acht Startern reiste das Team um Coach Jens Lunemann an. Die Mischung aus erfahrenen (Benedikt Bartenschlager, Tim Büttner, Tobias Hollaus, Christopher Johnson, Jonas Lunemann) und jüngeren Schwimmern (Steffen Büttner, Nico Schmid, Magnus Schweiger) versprach hervorragende Leistungen. Und die Marschrichtung des Coaches war von Anfang an klar: „Wir schwimmen um den Aufstieg!“ Vielleicht hatte er sich diesen Optimismus ja bei dem Handball-Europameister Andreas Wolff abgeschaut ... Entsprechend motiviert gingen die Aktiven an den Start dieses einzigartigen Wettkampftyps, bei dem vor allem die Leistung der Mannschaft zählt und die sonst eher als Individualsportler geltenden Schwimmer regelmäßig vom Teamspirit mitgerissen werden.

Extra für dieses Wochenende aus den USA angereist kam Christopher Johnson. Und dieser Einsatz sollte sich für das Team lohnen: mit insgesamt 2.743 Punkten (die erzielten Zeiten werden in Punkte umgerechnet) bei vier (maximal möglichen) Starts war er der erfolgreichste Punktesammler. Und mit zwei neuen Vereinsrekorden über 100m Rücken (0:54,29) und 200m Rücken (1:58,57) belohnte er sich selber auch am meisten. Hielt diese Rekorde doch zuvor immerhin der ehemalige Europameister und Olympiastarter Stefan Herbst! Außerdem war Chris – wie er im Team heißt – mit seiner hochprofessionellen Einstellung und dem typisch amerikanischen Optimismus ein gutes Vorbild vor allem für die jüngeren Starter. - Ähnlich viele Punkte sammelte Jonas Lunemann bei seinen Starts über 50m und 100m Freistil sowie über 100m Schmetterling. Sein bestes Ergebnis erzielte er dabei mit 0:50,89 im letzten Rennen des Wettkampfes, den 100m Freistil, die regelmäßig den stimmungsmäßigen Höhepunkt des gesamten Wettkampfes darstellen.

Wichtige Stützen des Teams waren die beiden Brustschwimmer Benedikt Bartenschlager und Tobias Hollaus, die trotz hoher Belastung durch Arbeit und Ausbildung mit ihren nahezu identischen Zeiten über 100m Brust (1:04,28 zu 1:04,32) und 200m Brust (2:22,20 zu 2:22,45) viele Punkte sammelten. Und auch der nach einjährigem Auslandsaufenthalt – und entsprechendem Trainingsrückstand – erst kürzlich wieder ins Team zurückgekehrte Tim Büttner konnte über 100m Rücken (0:58,45) schon fast wieder an alte Leistungsstärken anknüpfen.
Das größte Wettkampfpensum musste einmal mehr Magnus Schweiger absolvieren: mit Starts über 200m, 400m und 1.500m Freistil sowie über 400m Lagen erzielte er insgesamt 2.532 Punkte und war damit zweitgrößter Punktesammler des Teams. Und mit seiner neuen Bestzeit über 1.500m Freistil (16:21,26) näherte er sich immerhin bis auf 20sec dem Vereinsrekord (des früheren Europameisters Jan Wolfgarten).
Ebenfalls fantastische Bestzeiten erzielten Steffen Büttner über 100m Freistil (0:52,76) und 1.500m Freistil (16:37,60) sowie Nico Schmid auf gleich drei Strecken: 200m Schmetterling (2:10,04), 200m Lagen (2:09,60) und 400m Lagen (4:35,89).

Am Ende standen für den TSV 16.319 Punkte im Protokoll – immerhin eine Steigerung von mehr als 1.700 Punkten gegenüber dem Vorjahresergebnis! Dass es damit trotzdem nicht ganz zum Aufstieg reichte, lag nicht so sehr an den Leistungen der Riemerlinger Haie, sondern vielmehr an der starken Konkurrenz der anderen Mannschaften. So startete beim ersten Aufsteiger Halle/Saale immerhin ein Paul Biedermann! Und selbst die Starts der Deibler-Brüder reichten dem Hamburger SC nicht zum Aufstieg!

Damenmannschaft sammelt Erfahrung in der 1. Bundesliga

Die Damen der Riemerlinger Haie stiegen letztes Jahr in die erste Bundesliga auf, dieses Jahr konnten sie die Liga leider nicht halten. Die junge Mannschaft von Trainer Uwe Werkhausen kämpfte in Essen bis zum letzten Wettkampf, doch die anderen Teams aus ganz Deutschland waren letztendlich zu stark. Trotzdem zeigten die Schwimmerinnen gute Leistungen.

Erfolgreichste Punktsammlerin war einmal mehr Helen Scholtissek. Die 18-jährige erschwamm 3.699 Punkte und bewies, dass sie sich in der deutschen Schwimmspitze etabliert hat. Sie glänzte vor allem über ihre Paradestrecken 50 Meter Freistil (25,33) und 100 Meter Freistil (54,96). Die zweit meisten Punkte sammelte Lara Siebrecht. Die Rückenspezialistin steuerte 3.358 zu dem Punktekonto bei und zeigte dabei auf 100 Meter Rücken (1:02,26) und 200 Meter Rücken (2:13,48) gute Leistungen. Axelle Cara trainiert in Frankreich und kam extra für DMS nach Essen gereist, um die Mannschaft zu unterstützen. Mit 3.258 Punkten und guten Zeiten war sie eine große Hilfe für das Team, für den Klassenerhalt reichte es am Ende leider trotzdem nicht.

Viele junge Talente aus Riemerling, die das erste mal in der ersten Bundesliga an den Start gingen, konnten einmal gegen die besten Schwimmer aus Deutschland schwimmen und an Erfahrung dazu gewinnen. Nächstes Jahr wird die Damenmannschaft mit der Herrenmannschaft gemeinsam in der 2. Bundesliga an den Start gehen und vielleicht schaffen sie dann zusammen den Aufstieg in die oberste Liga.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 11. Februar 2016 20:54

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