Nichts wackelt mehr

Ralph Breunig und Peter Mai zeigen die neuen StartblöckeDank großzügiger Spenden können Haie im Riemerlinger Hallenbad seit September auf neuen, olympischen Startblöcken trainieren.

Alte und wackelige Startblöcke, bei denen man aufpassen muss, dass man nicht runter fällt, das ist Vergangenheit im Riemerlinger Hallenbad. Seit Beginn des neuen Schuljahres können unsere Schwimmerinnen und Schwimmer auf einer neuen Generation von Startblöcken ihren Startsprung trainieren. Diese Art von Startblöcken wurde 2008 erstmals zu den Olympischen Spielen in Peking eingesetzt – jetzt hat sie auch Riemerling! Das nächstgelegene Schwimmbad, das diese Startblöcke besitzt, ist das Westbad in Regensburg. Riemerling ist somit das erste Hallenbad in München und Umgebung mit olympischen Startblöcken.

Spenden machten es möglich

Die Neubeschaffung der Startblöcke stand in der Abteilungsleitung schon länger zu Debatte. Im Förderverein, der die Schwimmabteilung durch Finanz- und Sachmittel unterstützt, wurde seit mehr als einem Jahr diskutiert, wie die Finanzierung der sehr teuren Startblöcke möglich sein könnte. Eltern von ambitionierten Leistungsschwimmern haben schließlich mit Spenden zur Beschaffung der neuen Startblöcke beigetragen. Ein besonders großes Dankeschön ging dabei an Stefan Scholtissek, der durch seine großzügige Spende den Grundstein zur Finanzierung gelegt hat. Seine Tochter Helen Scholtissek ist eine der größten Leistungsträgerinnen der Riemerlinger Haie. Das restliche Geld stellte der Förderverein zur Verfügung, unter anderem durch Ansparung der Leistungssportpauschale, die Kinder und Jugendlichen im Leistungssport entrichten.

Zukunftsinvestition sowohl für das Bad...

„Die Investition in die neuen Startblöcke ist ein zukunftsorientiertes Projekt“, freut sich Ralph Breunig, Vorsitzender des Fördervereins. „Die Startblöcke können nämlich problemlos in das neue Schwimmbad umgezogen werden, da sie flexibel ausgebaut und im neuen Bad montiert werden können.“ Außerdem seien sechs neue Startblöcke beschafft worden, obwohl es zur Zeit nur fünf Bahnen gäbe. Das neue Schwimmbad werde voraussichtlich sechs Bahnen haben, daher ist durch die Beschaffung des sechsten Startblockes auch künftig die Möglichkeit zur Wettkampfdurchführung gewährleistet. Die Startblöcke sind somit ein wertvoller Beitrag der Riemerlinger Haie am geplanten Neubau des Bades, denn dadurch kann die Gemeinde Hohenbrunn mehrere tausend Euro einsparen.

... als auch für die Schwimmer

Startsprung

Die neuen Startblöcke, die seit 2009 von der FINA zugelassen sind, gleichen einer Leichtathletik-Startanlage. Sie besitzen ein Trittbrett für das hintere Bein, das variabel eingestellt werden kann. Durch fünf Rasterungen des Trittbretts ist eine optimale Beinstellung möglich.
Trainer Pierre Martin erklärt: „Durch die erhöhte Neigung der Trittfläche und die hintere Fußstütze kann der Schwimmer kräftiger abspringen und schneller ins Wasser eintauchen. Das muss allerdings geübt werden. Bei wichtigen Wettkämpfen, also Oberbayrische Meisterschaften und aufwärts, wird überwiegend diese neue Generation von Startblöcken eingesetzt. Wenn unsere Schwimmerinnen und Schwimmer den Startsprung schon im Training optimal üben können, dann bringt ihnen das einen Vorteil im Wettkampf.
Zudem werden künftig Wettkämpfe, die wir selbst ausrichten, für andere Schwimmvereine interessanter. Denn deren Schwimmerinnen und Schwimmer haben im Rahmen des Wettkampfes die Möglichkeit, diese Form von Startblöcken auszuprobieren.“

Magnus Schweiger, ein erfolgreicher Leistungsschwimmer der höchsten Gruppe A+, meint dazu zufrieden:“Die Startblöcke sind super zum Trainieren für die wichtigen Wettkämpfe um beim Start möglichst wenig Zeit liegen zu lassen.“

Die jüngeren Schwimmerinnen und Schwimmer im Breitensport sind einfach nur froh, dass sie keine Sprünge mehr von wackeligen Startblöcken machen müssen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 07. Oktober 2016 16:51

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